ADHS

Im ICD-10 der internationalen Klassifikation psychischer Störungen, wird ADHS als hyperkinetische Störung in der Kategorie F90 geführt. Charakterisiert wird die Störung folgendermaßen: früher Beginn, Kombination von überaktivem, wenig modulierten Verhalten mit deutlicher Unaufmerksamkeit und Mangel an Ausdauer bei Aufgabenstellungen, situationsunabhängige und zeitstabile Verhaltenscharakteristika. Aufmerksamkeitsprobleme können als zentrales Merkmal für hyperkinetische Störungen gesehen werden. (vgl. Dilling, Mombour, & Schmidt, 2015, S. 358-362)

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Russel A. Barkley (2005, S.43) spricht von einer Entwicklungsstörung der Selbstbeherrschung und dem eigentlichen Problem, dass Kinder mit ADHS Schwierigkeiten haben, zukünftige Ziele und Konsequenzen in ihrem Verhalten zu berücksichtigen. Barkley betont, dass ADHS eine wahrhafte Störung sei, die echte Probleme mit sich zieht, es ist keine vorübergehende Phase und keine Folge von schlechter Erziehung oder einem grundsätzlich bösem Kind. Es handelt sich um eine Hirnentwicklungs- oder Hirnfunktionsstörung mit einer genetischen Grundlage.

Neurofeedbacktraining

Im folgenden Bild wird der grundsätzliche Ablauf eines Neurofeedbacktrainings gezeigt:

verkabelter Klient, segler, Abb 8.jpg

Ausgewählte Hirnströme werden mit Hilfe der Elektroden gemessen und an den Therapeuten-Computer weitergegeben. Dort werden die Messungen verarbeitet und der Therapeut setzt eine zu erreichende Schwelle für die einzelnen Hirnaktivitäten fest. Mit Hilfe von Filmen oder Animationen, die fortlaufen oder stoppen, wird dem Klienten am Klientenbildschirm ein Feedback über die Hirnaktivität in Form des Films oder der Animation gegeben. Der Klient sieht das Feedback und kann selbst ausprobieren, die Gehirnaktivität zu verändern. Durch das Feedback wird dem Klienten das Gehirn wie ein Spiegel präsentiert, indem er die Aktivität erkennt und verändern kann. Es bereitet keine Mühe, die Veränderungen des eigenen Zustandes am Bildschirm zu erkennen. Innere und äußere Informationen und Signale werden genutzt, um die Aktivität zu verändern. Trotz der Rückmeldung braucht das Gehirn seine Zeit um zu lernen und zu trainieren, das gewünschte Ergebnis herbeizuführen. Wie es das Gehirn dann tatsächlich schafft, bleibt im Unbewussten, wie vergleichsweise die Leistung, den Körper beim Balancieren auf einem Bein in Balance zu halten. 

Menschen werden durch die Verkabelung und den Computer in keinster Weise umprogrammiert, sondern die Selbstregulation wird gelernt. Somit sind beispielsweise impulsive Menschen ihrer Impulsivität nicht mehr hilflos ausgesetzt.  (vgl. Segler & Wiedemann, 2017)

Wenn Sie Interesse an der Methode haben, rufen Sie mich gerne an und vereinbaren ein kostenfreies Erstgespräch. In diesem Gespräch können alle Fragen geklärt werden.